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Kulturhaus Karlstorbahnhof Heidelberg

Willkommen im Kulturhaus Karlstorbahnhof

Bild: Freiraum UND Gestaltung

Freiraum UND Gestaltung

Im fünften Beitrag zu unserem Blog richtet Caroline Thiemann den Blick aus dem Haus hinaus auf den Anderen Park, der unter anderem ganz neue Möglichkeiten für Open Air-Veranstaltungen bieten wird.

9. Juni 2021

Hallo allerseits, ich bin Caroline und seit einigen Jahren in der PR-Abteilung sowie mit der Betreuung so schöner Kooperationsprojekte wie Shared Reading oder den Jüdisch-Muslimischen Kulturtagen im Karlstorbahnhof beschäftigt. Ich gucke also gerne nach draußen – auf der Suche nach spannenden Kooperationspartner*innen, nach Menschen, die Lust auf Kultur haben und nach Orten und Ideen, die Lust auf Kultur machen.

Wenn ich aus dem neuen Karlstorbahnhof nach draußen gucke, sehe ich dort den Marlene-Dietrich-Platz. „Kulturmarkt“ nennt ihn das Landschaftsarchitekturbüro Studio Vulkan, das den Platz im Rahmen des IBA Projekts „Der andere Park“ mit Robin Winogrond gestaltet hat. Noch ist nicht allzu viel davon zu erkennen. Der Platz ist erst im letzten von drei Bauabschnitten dran, wird also voraussichtlich ab diesem Sommer in Angriff genommen. Was da so geplant ist, macht aber schon jetzt ziemlich Lust auf reichlich viele Sommerabende mit Konzerten, Kino, Theater, Tanz und Beisammensein unter freiem Himmel.

„Der andere Park“ ist mir 2017 das erste Mal untergekommen. Da war ich noch recht neu am Karlstorbahnhof und fand mich plötzlich wieder in einem ziemlich ambitionierten Bürger*innenbeteiligungsverfahren. Die Stadt und die IBA – Internationale Bauausstellung Heidelberg (wer wissen will, was das eigentlich ist, findet mehr Infos dazu hier) – luden damals alle Interessierten dazu ein, gemeinsam festzulegen, wie die Fläche rund um die Gebäude der Campbell Baracks zu einem großen, alles verbindenden Park gestaltet werden könnten. In zahlreichen Treffen wurden Ideen gesammelt und vorgetragen, die schließlich in die Ausschreibung des Gestaltungswettbewerbs einflossen. Gewonnen hat diesen Wettbewerb das oben erwähnte Schweizer Büro Studio Vulkan Landschaftsarchitektur. „Umdeuten, Verfremden und Versetzen“ sind zentrale Stichworte ihres Entwurfs, der die wechselvolle, militärisch geprägte Geschichte des Ortes Campbell Baracks aufgreift, starren Historismus und Militarismus aber konterkarieren möchte.

Jetzt entsteht unter anderem am ehemaligen Checkpoint an der Rheinstraße eine riesige Spielfläche, rund um das Mark Twain Center und sogenannte „Eddy Haus“ ein grüner Park mit Sitzinseln, der ehemalige Paradeplatz wird ebenso uminterpretiert wie der kleine Vorplatz des großen Torbogens an der Römerstraße UND vor dem neuen Karlstorbahnhof entsteht der Kulturmarkt. Der Platz ist als Veranstaltungsplatz konzeptioniert. Damit einher geht „eine harte, robuste Platzgestaltung, aber auch eine Offenheit”, erklärt Moritz Bellers, der IBA-Projektleiter von „Der andere Park“, mir am Telefon. Der Platz ist nicht so grün gehalten, wie der noch größere Paradeplatz im Zentrum der Campbell Barracks. Dafür gibt es alle wichtigen Anschlüsse für Open Air-Events und viel Platz für Bühnen, Leinwände, Bestuhlungen, Foodtrucks oder was auch immer man dort aufbauen möchte. Zwei Pergolen mit Lichtern bieten an gegenüberliegenden Seiten des Platzes einen etwas geschützteren Raum und Sitzgelegenheiten.  

Die Stadt Heidelberg betreibt mit der Gestaltung des gesamten Areals einen außergewöhnlich hohen Aufwand. 5,9 Millionen Euro Städtebauförderung investiert zudem der Bund in den „anderen Park“, die größte Summe, die jemals ausgezahlt wurde.  „Der Heidelberger Süden kriegt da ein echtes Geschenk hingesetzt.“, fasst Moritz Bellers zusammen. Und ich würde mal sagen: Das ist definitiv ein Grund zur Vorfreude! 

Mehr Informationen zu „Der andere Park“ und dem Konzept von Studio Vulkan unter: https://iba.heidelberg.de/de/projekte/der-andere-park sowie https://www.studiovulkan.ch/project/park-of-the-encounter-heidelberg/

Sehr empfehlen kann ich auch das Interview mit Landschaftsarchitektin Robin Winogrond im IBA-Magazin.

Visualisierung des zukünftigen Kulturmarkts (c) Studio Vulkan Landschaftsarchitektur