RADIKAL JUNG – Rechtsextremismus unter Jugendlichen
Stückentwicklung von Polyformers
Mi 11.11.26 / 10:30 / TiK
Einlass 10:00
Bestuhlt
Schulvorstellung kostenfrei, Anmeldung unter: aslan-moor@mosaik-deutschland.de

Rechtsextreme Positionen verbreiten sich immer stärker gerade unter jungen Menschen. Besonders durch die sozialen Medien erreichen Hass und Hetze gepaart mit rechten Inhalten längst die Mitte der Gesellschaft.. Aber auch an Schulen und im Sport sind Akteur*innen der Szene bundesweit vermehrt aktiv. Dass ihre Parolen unter Jugendlichen zunehmend ankommen, belegen die zurückliegenden Wahlergebnisse ebenso wie eine Zunahme politisch motivierter Gewalt. Die jüngsten Festnahmen der erst 14 bis 21-jährigen mutmaßlichen Rechtsterroristen der „Letzten Verteidigungswelle“ zeigen das Ausmaß dieser Entwicklung. Die Grenzen zwischen digitalem Hass und realen Angriffen sind fließend.
Forscher*innen und Expert*innen beobachten, dass sich eine neue rechtsextreme Generation online und auf der Straße immer weiter organisiert und radikalisiert. Sie sprechen von einer ungekannten Dimension von Propaganda, Vernetzung und Gewalt, die sich etwa gegen geflüchtete, alternative und queere Menschen richtet.
Vor diesem Hintergrund erforschen Polyformers in ihrem Projekt „Radikal jung“ anhand von aktuellen Beispielen die Mechanismen hinter diesem Rechtsruck in der heranwachsenden Generation. Sie zeigen, wie sich die schrittweise Radikalisierung junger Menschen vollzieht und welche Erzählungen dabei eine Rolle spielen. Welche Akteur*innen sind mit welchen Inhalten und Aktivitäten präsent? Wie weit sind rechte Positionen unter Jugendlichen bereits normalisiert und welche Gründe gibt es dafür? Was veranlasst sie, sich dem rechtsextremen Spektrum anzuschließen? Welche Ängste und Hoffnungen spielen dabei eine Rolle? Und wie reagieren Politik, Gesellschaft, Schule und Familie darauf?
Das Stück basiert auf intensiver Recherche und wurde durch den Rechtsextremismus-Experten Andreas Speit begleitet. Gemeinsam mit drei Schauspieler*innen stehen vier Jugendliche auf der Bühne, die von ihren persönlichen Erfahrungen und Perspektiven auf das Thema berichten. Entlang verschiedener Stationen verbinden sie informative Momente mit spielerischen und immersiven Szenen. So schlagen sie eine Brücke zwischen Außen- und Innensicht und schaffen sowohl inhaltliche als auch emotionale Zugänge. Sie nehmen das Publikum mit auf eine Reise in die Welt einer neuen rechtsextremen Generation.
Das Gastspiel „Radikal jung“ wird auf Einladung von Teilseiend e. V. – Muslimische Akademie Heidelberg in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg e. V. und Mosaik Deutschland e. V. im TiK – Theater im Karlstorbahnhof gezeigt. Das Projekt wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Land Sachsen-Anhalt, das Bezirksamt Pankow von Berlin und die Stadt Halle (Saale).
Foto: polyformers
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Das Stück enthält Darstellungen von rechtsextremem Gedankengut und Gewalt. Thematisiert werden körperliche, seelische und sexualisierte Gewalt, Rassismus, Queerfeindlichkeit und Sexismus. Weitere Inhalte: Religion.
Informationen zur Barrierefreiheit
Das TiK besitzt ein Induktions- oder Funkübertragungsanlage, einen Rollstuhlgerechten Zugang sowie eine Toilette für alle und eine Barrierefreie Toilette.
Die angezeigten Piktogramme werden von der Stadt Heidelberg zur Verfügung gestellt.
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