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Kulturhaus Karlstorbahnhof Heidelberg

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Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Hanau, Halle, NSU: Rechter Terror in Deutschland

Podiumsgespräch im Nachgang des Terrorakts in Hanau

Do 27.02.20 / 19:30 / TiKK

Einlass 19:00

TiKK

Eine Demokratie misst sich am Umgang mit ihren Minderheiten. Wenn auf politischer Ebene Rassismus, Ausgrenzung und Entrechtung kein Tabu mehr sind, wenn rechte Rhetorik und Inhalte bedenken- und gedankenlos im öffentlichen Diskurs übernommen werden und der Staat seine Bürger*innen nicht gleichberechtigt schützt, widerspricht das demokratischen Grundsätzen.

Nach den rechtsterroristischen Anschlägen in Hanau und Halle gibt es allerorts Mitleidsbekundungen und Mitgefühl. Doch, was genau bedeuten diese terroristischen Akte für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie? Warum ist der Umgang von Politik, Staat und Medien mit rassistischen Angriffen so häufig geprägt von Vorurteilen und hochproblematischen Relativierungen? Wie gehen wir um, mit dem massiven Anstieg verbaler und körperlicher Angriffe auf Muslim*innen, Migrant*innen, Sinti und Roma, People of Color und Jüd*innen?

Über diese und weitere Fragen muss gesprochen werden. Und es müssen endlich Lösungen her: Für mehr Schutz und Solidarität, gegen die nun bereits jahrelange Verharmlosung von rechter Gewalt und rechtsextremen Kampagnen, für bessere Prävention und stärkere Aufklärung.  Aus diesem Grund laden wir herzlich ein zu einem Podiumsgespräch mit:

Ruhan Karakul, Juristin im Themenfeld Antidiskriminierung und Antirassismus, Mitglied der Enquetekommission zum NSU des baden-württembergischen Landtags.
Leyla Jagiella, trans* Frau, Muslimin und Ethnologin, Arbeit in Projekten für eine bessere und interkulturell sensible Versorgung von LSBTTIQ Geflüchteten des VLSP e.V. und der Türkischen Gemeinde Baden-Württemberg e.V.
Kerstin Müller, Beraterin, Fach- und Beratungsstelle LEUCHTLINIE für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg.
Tom Uhlig (M.Sc.), Bildungsreferent der Bildungsstätte Anne Frank und unter anderem Herausgeber des Buchs „Extrem Unbrauchbar”, das die Gleichsetzung von links und rechts kritisiert.
Emran Elmazi, Referatsleiter Dialog im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
Moderation: Danijel Cubelic, Antidiskriminierungsbeauftragter der Stadt Heidelberg und Geschäftsführer der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus.

Eine Veranstaltung des Karlstorbahnhofs in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit im Nachgang des Terrorakts in Hanau.