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Kulturhaus Karlstorbahnhof Heidelberg

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Grußwort des Ministerpräsidenten zur Ausstellungseröffnung

Gegen das Vergessen 23. April - 07. Mai 2021

23. April 2021

Sehen wir uns die Porträts dieser Menschen an, die die Verfolgung durch den Nationalsozialismus überlebt haben, dann können wir nicht anders als staunen. Wir staunen darüber, wie eindrücklich und gleichzeitig klar diese Gesichter uns betrachten und wir werden berührt von den Schicksalen, die sich hinter jedem der Porträts verbergen mögen. Jede und jeder einzelne hat ungeheures Leid während der Schoah erfahren. Und doch stehen wir hier nicht gebrochenen Menschen gegenüber. Vielmehr sehen wir Menschen, die den Schrecken überlebt haben, Menschen, die die Kraft hatten, ein neues Leben zu beginnen und die ein langes Leben gelebt haben.

Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und den Schicksalen der Überlebenden ruft uns auf, Verantwortung für ein gemeinsames Miteinander ohne Hass und Hetze zu übernehmen. Solidarität zu üben. Und die Erinnerung an unsere Geschichte auch an die jungen Menschen weiterzuvermitteln. Die knapp 400 Personen, die sich hier haben portraitieren lassen, helfen uns dabei.

In den letzten Jahren hat die Ausstellung „Gegen das Vergessen“ die Geschichten der Zeitzeugen an vielen namhaften Orten der Welt lebendig werden lassen: vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in New York, am Lincoln Memorial in Washington, am Wiener Burgring. Nun dürfen wir sie in Heidelberg begrüßen und die Präsenz der mehr als zwei Meter großen Porträts selber erleben.

Luigi Toscano wurde durch seine Arbeit von der UNESCO zum „Artist für Peace“ – zum Kunstbotschafter für den Frieden ernannt. Ich danke ihm und seinem Team für diese relevanten Arbeit und wünsche der Ausstellung und dem umfangreichen Begleitprogramm – online wie analog – viel Aufmerksamkeit und Erfolg.

Winfried Kretschmann

Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg