Einlass 20.00 Uhr

Eintritt AK 21 €, VVK 17 € + VVK-Gebühr

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Fr 29.12.17 / 21.00 Uhr / Saal

AHAB

Zum Jahresende gibt es vom End of Music-Team nochmal was auf die Ohren. Am 29.12. geben sich AHAB nach ihrem Debut beim End of Music Fest 2016 wieder im Karlstorbahnhof die Ehre, um 2017 angemessen in die ewigen Walfanggründe zu verabschieden. Und das unter besonderen Vorzeichen.

Rund zehn Jahre ist es jetzt her, dass die Odenwälder Herman Melvilles Monumentalroman Moby Dick mit brachialen Riffs, abgrundtiefen Growls und tonnenschweren Drums in ein angemessenes musikalisches Gewand verhalfen. Mit dem Album „The Call of the Wretched Sea“ war gleichzeitig ein ganz eigenes Genre geboren: Nautik Funeral Doom. Unterlegt von Samples erzeugen die sieben Songs des Albums eine Atmosphäre, die die Schwere und Düsternis von Melvilles Roman perfekt einfängt und wiedergibt. „The Call of the Wretched Sea“ ist in Doom-Kreisen längst zum Klassiker geworden. Zum 10-Jährigen präsentierte die Band das Album bereits zu ausgewählten Anlässen, darunter auf dem Roadburn-Festival, dem Wacken Open Air und nun gewissermaßen zum großen Finale bei uns im Karlstorbahnhof.

Wer nun glaubte, mit der Vertonung der Geschichte um ihren einbeinigen Namensgeber und seinen tierischen Widerpart hätten Ahab ihr kreatives Pulver schon verschossen, der täuschte sich. Ist doch die See seit jeher Inspiration für Schriftsteller und die Literatur selbst ein Ozean, der in seinen Untiefen manche Perle verbirgt. Wie die Tiefseetaucher begeben sich die vier Musiker seither regelmäßig auf Streifzug in die nautische Buchwelt und fördern dabei manchen exotischen Fang zu Tage, um ihn in ihren tieftönenden Klangkosmos zu überführen: Owen Chases „Der Untergang der Essex“, Grundlage für das zweite Album „The Divinity of the Oceans“, Edgar Allan Poes „Der Bericht des Arthur Gordon Pym“ („The Giant“ von 2012) oder jüngst William Hope Hodgsons „The Boats of the Glenn Carrig“ (2015), die Inspirationsliste ist lang und wird sicher noch länger werden. In einem zweiten Set präsentiert das Quartett an diesem besonderen Abend ausgewählte Songs der „Call“-Nachfolger und haben dabei auch manchen selten gespielten Song auf der Setlist.

Als Gast für den Abend haben sich Ahab mit Cranial besondere Freunde eingeladen. Die vier Würzburger sind dabei keine Unbekannten: Mit Gitarrist Michael Melchers und seiner ehemaligen Band Omega Massif teilte man sich in der Vergangenheit bereits des Öfteren die Bühne. Nach der Auflösung 2014 beschreitet Melchers mit Cranial nun neue Wege und verleiht mit seinen Mitstreitern den schleppend-brachialen Soundcollagen aus Omega Massif-Zeiten noch einmal ganz neue Akzente. Das 2016 erschienene Full-Length -Debut „Dark Towers/Bright Lights“ lässt an Bands wie Neurosis, Isis oder Cult of Luna denken: Zäher Doom, gepaart mit Post-Rock-Splittern, monumentalen Instrumentalpassagen und einem Gesang, der durch Mark und Bein geht. Genau das Richtige für einen kalten Winterabend. Wir haben Bock.

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